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Petra Schürmann
Kreative Kunsttherapie

"Jede Kunst kommuniziert, weil sie Ausdruck ist.
Sie macht uns fähig, in lebendiger und vertiefter Form an Bedeutungen teilzuhaben, 
denen wir gegenüber stumm gewesen sind."

Was ist Kunsttherapie? 

Kunsttherapie ist künstlerisches Gestalten, bei dem sich die Teilnehmer in spielerischer Form mit Farben und Formen auseinandersetzen können. Die Kunsttherapie bewertet nicht das entstandene Produkt, sondern gibt dem Malenden die Möglichkeit sich künstlerisch, gestalterisch frei auszudrücken. Jeder kann so malen wie es ihm selbst möglich ist. 

Beim Malen werden Spannungen gelöst, Gedanken frei gesetzt und in einem Bild gestaltet. Wie etwas gemalt oder gestaltet wird, ist nicht vorgegeben, sondern es wird der Fantasie eine Möglichkeit geschaffen sich zu entfalten, sich kreativ auszuprobieren. In den schöpferischen Kräften steckt ein unentdecktes Potential, das jeder Teilnehmer mitbringt. Es fördert die Selbstheilung und stabilisiert den Selbstwert.
In diesem Prozess können Gefühle wie Freude, Ängste, Trauer und Wut nonverbal ausgedrückt und verarbeitet werden. Sie werden zugelassen, verstanden und ermöglichen dem Schmerzpatienten und auch jedem anderen Teilnehmer eine Erweiterung seiner Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten. Dieses schöpferische Tun kann vorhandene Ressourcen und Selbstheilungskräfte in Bewegung setzen. 


Beispiel eines kunsttherapeutischen Experiments:

Jeder Teilnehmer benötigt eine weiße Pappschachtel. Es können Malkreiden, Acrylfarben, Buntstifte und Bleistifte etc. verwendet werden. 

Nimm dir eine Schachtel und mach dich mit ihr vertraut. Schau dir das Innere der Schachtel an, den Deckel und die Seitenteile. Du sollst diese Schachtel gleich dekorieren und sie dir zu deinem persönlichen Andenken machen. Das Innere steht für deine persönliche Stärken und Ressourcen. Vielleicht willst du dich auf jene Stärken konzentrieren, die dir besonders wertvoll sind und die dir geholfen haben, Herausforderungen und Krisen zu überstehen. Du hast alle Innenflächen der Schachtel zur Verfügung, um dort kleine Bilder deiner wichtigsten Stärken und Ressourcen aufzuzeichnen. Bedenke dabei, dass zu deinen Ressourcen auch die externen Helfer gehören, die dich unterstützen. Das kann z.B. eine beste Freundin sein, ein Therapeut oder ein Schutzengel. Berücksichtige vor allem solche Ressourcen, die sich in einer schwierigen Lage bewährt haben.
Nun kommen wir zu den Außenflächen der Schachtel. Skizziere hier die wichtigsten Herausforderungen, mit denen du zurzeit zu tun hast. Aufgaben, Verpflichtungen, Probleme und Ziele. Triff auch hier eine Auswahl und berücksichtige vor allem solche Dinge, die dir sehr am Herzen liegen. 

Wirkungsbereiche der Kunsttherapie 

  • Gefühle einen freien Ausdruck geben
  • Entlastungen im Lebensbereiche entdecken
  • Lockerungen und Spaß an Kreativität bekommen 
  • Zwanghaftes und ängstliches Verhalten abbauen 
  • Verbesserung der sozialen Fähigkeiten 
  • Handlungsstrategien entdecken 
  • Wahrnehmungen fördern 
  • Entwicklungsprozesse anregen 
  • Stärkung des Selbstvertrauens, Stärkung der Selbstverantwortung und Selbständigkeit 
  • Konzentrationsverbesserung 
  • Schmerverarbeitung 
  • Eigene Bedürfnisse entwickeln
  • Blockaden lösen
  • Stimulation von Sinneserfahrungen
  • Zur inneren Ruhe finden
  • Bearbeitung des Nähe-Distanz-Konfliktes
  • Abgrenzungsfähigkeit stärken
  • Kraft des Loslassens erfahren
  • Seelische Schwingungsfähigkeit kräftigen
  • Selbstheilungspotenziale anregen

Die physiologische Wirkung des Gestaltens: Die Aktivität der Atmung ist intensiver und der Kreislauf wird angeregt. Das Ausdrücken von Gefühlen kann das Immunsystem entlasten, Stress und Spannungen können ins Fließen kommen. 

Erfahrungen, die im St. Josef Stift in Sendenhorst gesammelt wurden. 

Bei rheumakranken Kindern und Jugendlichen stehen der Stressabbau und die Freude am kreativen Tun im Vordergrund. Es soll Entspannung fördern und die individuellen Kräfte in einen gesunden Prozess bringen. Durch malerisches Gestalten von Themen setzen sich die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Schmerzerkrankung auseinander und nehmen sie an.